Sie sitzt präsent mitten im Gesicht - unsere Nase! Das Organ sehen wir täglich beim Blick in den Spiegel und wissen, dass sie maßgeblich an der Atmung beteiligt ist und wir mit ihr riechen können. Ist die Nasenatmung im Rahmen einer chronischen Rhinosinusitis eingeschränkt, bringt das häufig eine verstopfte und laufende Nase, eine Riechstörung oder Druckschmerzen mit sich. Wir möchten Sie mit dieser Seite dabei unterstützen, Ihre chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen zu verstehen und mithilfe Ihres Arztes in den Griff zu bekommen.

Chronische Rhinosinusitis

Bei einer chronischen Rhinosinusitis liegt eine dauerhaft anhaltende Entzündung der Schleimhäute in der Nase und den Nasennebenhöhlen vor, die durch eine Schwellung und vermehrte Schleimbildung gekennzeichnet ist. Stören zusätzliche Ausstülpungen der Schleimhaut (Nasenpolypen) die Luftzufuhr durch die Nase, spricht man von einer chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen.

    Was genau sind Nasenpolypen?

    Nasenpolypen sind gutartige Ausstülpungen der Schleimhaut, die meistens beidseitig und stielartig von den Nebenhöhlen in die Haupthöhle einwachsen und sich im Rahmen einer chronischen Schleimhautentzündung entwickeln.

Symptome

Die Schwellung der Nasenschleimhaut und die vermehrte Schleimbildung führen bei einer chronischen Rhinosinusitis zu den typischen Beschwerden:

Verstopfung der Nase

 

Laufendes Sekret aus der Nase oder nach „hinten“ in den Rachenraum

Gesichtsschmerz, Druckgefühl

 

Riechstörung

 

Darüber hinaus sind Patienten mit chronischer Rhinosinusitis häufiger anfälliger für Infekte und weisen eine eingeschränkte allgemeine Belastbarkeit auf.

Die chronische Rhinosinusitis ist weltweit eine der verbreitetsten chronischen Krankheiten.

ca.20%

der Patienten mit chronischer
Rhinosinusitis sind von Nasenpolypen
betroffen

 

ca.1-4%

der Bevölkerung leiden an chronischer
Rhinosinusitis mit Nasenpolypen, die im
Durchschnitt mit 42 Jahren zum ersten Mal
auftritt

Ursachen

Die Entstehung der chronischen Rhinosinusitis wird auf ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurückgeführt. Dabei spielt vor allem eine Fehlregulation des Immunsystems eine große Rolle. Es ist aus dem Gleichgewicht geraten und führt so zu den langanhaltenden Entzündungen und Schädigungen in der Schleimhaut.

Mod. nach Fokkens WJ, et al. Rhinol Suppl. 2012; mod. nach Kim DW, et al. Allergy Asthma Immunol Res. 2017; mod. nach Schleimer RP, et al. J Allergy Clin Immunol. 2017; mod. nach Van Zele T, et al. J Allergy Clin Immunol. 2004; mod. nach Mahdavinia M, et al. Clin Exp Allergy. 2016.

Typ-2-Entzündung

Eine Entzündung ist ein komplexer Vorgang, an dem viele Zellen des Immunsystems und andere Körperzellen beteiligt sind. Damit die unterschiedlichen Zellen ihre Arbeit verrichten können, müssen sie in engem Austausch miteinander stehen. Diese Kommunikation findet mit Hilfe von verschiedenen Botenstoffen statt. Sie werden von Immunzellen produziert und freigesetzt, um den Ablauf der Entzündung zu koordinieren und die Aktivität der beteiligten Zellen zu steuern.

Bei bis zu 80 % der Patienten mit schwerer chronischer Rhinosinusitis liegt eine bestimmte Art der Entzündung zugrunde: die sogenannte Typ-2-Entzündung.

    Bei bis zu acht von zehn Betroffenen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen liegt eine ganz bestimmte Art der Entzündung vor: die sogenannte Typ-2-Entzündung. Sie ist charakterisiert durch das Vorhandensein von gewissen Entzündungszellen und den entzündungsfördernden Typ-2-Botenstoffen. Zu den Typ-2-Botenstoffen zählen beispielsweise:

    • Interleukin-4 (IL-4)
    • Interleukin-13 (IL-13)
    • Interleukin-5 (IL-5)

    Ihre Wirkung entfalten die Botenstoffe über spezifische Andockstellen auf Zellen, sogenannte Rezeptoren. Rezeptoren für IL-4, IL-13 und IL-5 befinden sich auf vielen Zellen, die am Entzündungsgeschehen in der Schleimhaut beteiligt sind. Docken diese Botenstoffe an ihre Rezeptoren an, leiten sie unterschiedliche Entzündungsreaktionen ein. Sie tragen beispielsweise dazu bei, dass mehr Schleim produziert wird, die Schleimhaut Risse bekommt und sie so anfälliger für eindringende Erreger ist. Außerdem sorgen IL-4, IL-13 und IL-5 dafür, dass Nasenpolypen entstehen, indem sie die entzündete Schleimhaut zum Gewebeumbau anregen.

Behandlungsmöglichkeiten

Für die Behandlung einer chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen stehen Medikamente sowie auch die operative Entfernung der Nasenpolypen zur Verfügung. Welche Therapien zum Einsatz kommen hängt vor allem am Schweregrad der Erkrankung ab.

Behandlungsmöglichkeiten im Überblick:

 Kortisonhaltige Nasensprays

 Kortisontabletten

 Antibiotika

Nasenduschen

Chirurgische Behandlung (Entfernung der
        Nasenpolypen, Vergrößerung der
        Nasennebenhöhlenausgänge)

Kommt es unter den verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten zu keiner oder nur zu einer vorübergehenden Besserung, kann die Therapie mit einem monoklonalen Antikörper in Betracht gezogen werden. Monoklonale Antikörper gehören zu der modernen Arzneimittelgruppe der Biologika und sind spezielle Eiweißstoffe, die gezielt in Entzündungsprozesse eingreifen.

Ihre Wirkung beruht auf ihrer Genauigkeit: Sie heften sich im Körper an ein spezielles Ziel und setzen es außer Gefecht. Das kann zum Beispiel ein entzündungsfördernder Botenstoff oder der entsprechende Rezeptor sein. Das bedeutet konkret: Wenn der monoklonale Antikörper einen wichtigen Bestandteil einer Entzündungsreaktion zum Ziel hat und daran bindet, wird die schädigende, entzündungsfördernde Wirkung eingedämmt.

Sprechen Sie Ihren Arzt bei Detailfragen zu diesem Behandlungsansatz mit Biologika an.

Begleiterkrankungen

Die chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen kann mit dem Auftreten anderer Erkrankungen verbunden sein. So leiden betroffene Patienten häufiger gleichzeitig an Asthma bronchiale und weisen eine Überempfindlichkeit gegenüber Aspirin oder anderen Schmerzmitteln auf – sogenannten non-steroidal anti-inflammatory drugs (NSAID). Auch Heuschnupfen, Lebensmittelallergien und Neurodermitis treten bei Patienten mit chronischer Sinusitis und Nasenpolypen vermehrt auf.

    Sowohl bei der chronischen Rhinosinusitis als auch bei vielen der Begleiterkrankungen spielen Fehlregulationen des Immunsystems eine entscheidende Rolle. Dies lässt auf Gemeinsamkeiten bei der Entstehung der Erkrankungen schließen und die chronische Rhinosinusitis als systemische Erkrankung verstehen. Systemisch bedeutet, dass die Erkrankung nicht nur bestimmte Gewebe wie die Nase betreffen kann, sondern den gesamten Körper.

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