Schweres Asthma behandeln

Bei der medikamentösen Behandlung von schwerem unkontrolliertem Asthma gibt es verschiedene Möglichkeiten. Allen voran steht das Ziel, die Erkrankung unter Kontrolle zu bringen. Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Behandlungsoptionen und mögliche Ansätze, die Entzündung in Ihren Atemwegen einzudämmen. Sie wollen mehr zu den neuesten Entwicklungen im Bereich der Asthmatherapie erfahren? Dann sprechen Sie Ihren Arzt an!

Nicht medikamentöse Behandlung

Zur Unterstützung Ihrer medikamentösen Behandlung eignen sich einige Maßnahmen zur besseren Krankheitsbewältigung und für ein gutes Selbstmanagement. Diese können Ihnen helfen, wieder das Gefühl von Kontrolle über Ihr schweres Asthma zu erlangen. Ein wichtiger Teil der nicht-medikamentösen Behandlung ist z. B. die Anwendung bestimmter Selbsthilfetechniken bei Atemnot. Aber auch das Meiden von möglichen Auslösern oder eine unterstützende Psychotherapie kann Ihnen das Leben mit der Erkrankung erleichtern.

Medikamentöse Behandlung von Asthma – im Überblick

Grundsätzlich gibt es bei der Asthma-Behandlung zwei Hauptgruppen von Medikamenten:

Dauermedikamente (Controller) werden regelmäßig und über einen längeren Zeitraum eingesetzt. Sie wirken lange und entfalten langfristig ihre vorbeugende Wirkung.

* Nach Asthma-Stufentherapie Erwachsene von Buhl et al. S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Pneumologie 2017; 71: 849–919

Bedarfsmedikamente (Reliever) werden bei akuten Beschwerden, wie Atemnot oder einem Asthma-Anfall, eingesetzt. Sie dienen der raschen und kurzfristigen, aber nicht lange anhaltenden Erweiterung der Atemwege.

* Nach Asthma-Stufentherapie Erwachsene von Buhl et al. S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Pneumologie 2017; 71: 849–919

Wichtig:

Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen und Verläufe von Asthma kann es einige Zeit dauern, bis ein optimaler Behandlungsplan aufgestellt ist.

Sie haben trotz Ihrer geläufigen Therapie das Gefühl, Ihr Asthma ist nicht gut kontrolliert und Sie leiden tagsüber und nachts unter Symptomen? Dann sollten Sie nicht zögern und Ihren Arzt darauf ansprechen.

Asthma-Stufentherapie bei Erwachsenen

Um eine möglichst gute Asthmakontrolle zu erreichen, orientiert sich Ihr Arzt in der Regel an einem 5-stufigen Therapieschema:

Schweres unkontrolliertes Asthma behandeln

Der Grad der Asthmakontrolle entscheidet darüber, ob eine Veränderung Ihrer Medikamente nötig ist oder nicht. Das kann bedeuten, dass andere Medikamente verordnet werden müssen als bisher, oder die Medikamente häufiger bzw. in höheren Dosen angewendet werden müssen. Da Asthma im Allgemeinen als eine gut behandelbare Erkrankung gilt, lässt es sich bei vielen Patienten mit Medikamenten der Therapiestufen 1 bis 4 unter Kontrolle bringen.

Für Menschen mit schwerem Asthma, die unter diesem Behandlungsplan keine Asthma-Kontrolle erreichen, kommen zielgerichtete Medikamente in Betracht. Sie greifen gezielt in die Entzündungsprozesse ein und wirken so der Ursache von Asthma entgegen.

Schon gewusst?

Interleukine spielen die Hauptrolle bei der Entzündung in den Atemwegen

Biologika –
zielgerichtete Behandlung

Als Biologika bezeichnet man Medikamente, die biotechnologisch hergestellt werden. Das sind komplexe Wirkstoffe, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich bei der Behandlung von vielen verschiedenen Erkrankungen (z. B. Asthma und Neurodermitis, aber auch Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose) zum Einsatz kommen. Sie greifen z.B. gezielt in die Entzündungsprozesse ein.

Auch monoklonale Antikörper werden zu der Arzneimittelgruppe der Biologika gezählt. Sie werden subkutan verabreicht, also unter die Haut gespritzt. Ihre Wirkung beruht auf ihrer Präzision: Sie erkennen spezifisch ein bestimmtes Molekül im Körper – z. B. einen ganz bestimmten Rezeptor für einen entzündungsfördernden Botenstoff.

Der monoklonale Antikörper bindet an den Rezeptor und verhindert so, dass der Botenstoff daran binden kann. Folglich kann dieser Teil der Entzündungs reaktion nicht mehr ausgelöst werden. Dadurch kann das vom Antikörper „festgehaltene” oder „blockierte” Molekül seine ursprüngliche Funktion, wie z. B. das Auslösen einer Entzündungsreaktion, nicht mehr erfüllen.

Sprechen Sie Ihren Arzt bei Detailfragen zu diesem Behandlungsansatz mit Biologika an.

Schon gewusst?

Diese Tipps können beim Arztgespräch hilfreich sein

Weitere Informationen zu Ihrer Therapie von Sanofi Genzyme

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Bei Fragen steht Ihnen unser Service-Team von Aktiv mit schwerem Asthma gebührenfrei sehr gern zur Verfügung: 0800 50 500 20
E-Mail: service@aktiv-mit-schwerem-asthma.de